Emil-Schumacher-Ausstellung in Rastede

Machmal trifft es einen unerwartet. Irgendwoher hatte ich einen Flyer, der mir am Sonntag erneut in die Hände fiel, eine Stunde vor Eröffnung der besagten Ausstellung, und schon standen wir im wunderschönen Rasteder Palais vor einem Gemälde, das ich spontan zu den faszinierendsten zählen würde, die wir in den letzten Jahren gemeinsam gesehen haben. Da die Eröffnungsreden im Nebensaal noch eine gute halbe Stunde weitergingen und sich die zahlreichen Besucher eher den Vortragenden zuwendeten, hatten wir einen ungehinderten Blick auf das erste Werk im Eingangsbereich. En passant bekamen wir noch mit, wie von fachkundiger Seite vorsorglich dazu aufgefordert wurde, Schumachers Werke nicht zu intellektuell zu betrachten, was uns aber auch nicht eingefallen wäre. Wir genossen einfach die Existenz dieser Kunst, die in allen Details so lebhaft und nachdrücklich Farbe, Material und Linie interagieren lässt und bei allen Anklängen an naturhafte Strukturen doch ein Künstler-Ich erkennen lässt, das sehr genau wusste, was es tat, indem es gerade nicht wissen wollte, als was es hinterher erkannt werden könnte. Eine sehr empfehlenswerte Ausstellung für Freunde der abstrakten Malerei und solche, die sich in der reinen Wahrnehmung üben wollen. Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag 11-17 Uhr.

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